VfL Woltorf 07 e.V. 

Aus dem Vereinsleben

Großes Schwimmfest in Woltorf bei starker Beteiligung in den einzelnen Wettbewerben und gutem Publikumserfolg so überschrieb die Peiner Zeitung einen Bericht in ihrer Ausgabe vom 24.07.1934.
70 Jahre ist es in diesem Jahr her, dass der MTV Woltorf erstmalig mit einer großen Schwimmveranstaltung aufwartete. Dort wo der Kanal etwa 14 Meter tiefer als die Landstraße liegt, wurden vortreffliche Leistungen geboten. Der Vereinsführer des MTV Woltorf, Herr Becker, begrüßte die Schwimmer und die Einwohner, die sich in großer Anzahl eingefunden hatte, um den zum Teil recht spannenden Wettkämpfen beizuwohnen. Neben dem gastgebenden Verein beteiligten sich der Arbeitsdienst Meerdorf, eine Abteilung von Leu-Braunschweig und der Peiner Schwimmverein von 06 in stattlicher Stärke an diesem Schwimmfest. Gegen 7 Uhr fanden die Kämpfe mit einem Wasserballspiel Arbeitsdienst Meerdorf gegen PSV 06 ihren Abschluss. Anerkennung fanden 2 Springer, die von der Kanalbrücke 14 Meter in die Tiefe sprangen. Die Veranstaltung wurde von der Kapelle Flohr mit musikalischen Darbietungen umrahmt.

Folgende Woltorfer bzw. Woltorferinnen wurden mit Namen in die Siegerliste eingetragen: 

4-mal 50 Meter-Staffel (Mädchen)
1. MTV Woltorf in 4:17,4 Min. (Wilke, Hohmann, Matthies, Michalski)

50 Meter beliebig (Mädchen)
2. Irmgard Matthies in 1:0,1 Min.

50 Meter beliebig (Knaben 1920-21 geboren)
4. Schaper

50 Meter beliebig (Knaben 1922 und später geboren)
2. Thamm 51,4 Sek., 5. Steinmeyer 54,4 Sek

50 Meter beliebig (Herren)
1. Mohri 35 Sek.

Kunstspringen (Herren)
1. Mohri 28,2 Punkte, 3. Gartung 22,04 Punkte

Streckentauchen
6. Brandes 24,1 Sek. 

Nach den Wettkämpfen fand bei Gastwirt Adolf Wulff die Preisverteilung statt. In den Abendstunden vereinigte man sich zu einem netten Tanz. Der MTV Woltorf kann stolz auf die in jeder Hinsicht zufrieden stellende Veranstaltung zurückblicken.

Peiner Allgemeine Zeitung vom 15.01.2004

Breites Leistungsangebot ist wichtig

Hauptversammlung des VfL Woltorf / 100-jähriges Jubiläum im Jahr 2007

Hallennutzungsgebühren, Mitgliederrückgang von 737 auf jetzt 713, keine Badminton- und keine Handball-Frauenmannschaft mehr im Spielbetrieb: Thorsten Metzing, Vorsitzender des VfL Woltorf, musste bei der Hauptversammlung des Vereins über einige negative Dinge berichten. Dennoch war er optimistisch. Der Verein, der im Jahr 2007 sein 100-jähriges Bestehen feiert, sei intakt und auf einem guten Weg.
Dank der konsequenten Überprüfung der Mitgliedschaften sind bei 713 Mitgliedern mehr Beiträge eingenommen worden, als bei 737. Der VfL gehöre zu den tausend größten Vereinen im Land und zu den 400 mit den meisten Sparten.
Dem Vorstand sei es besonders wichtig, das Leistungsangebot breit zu halten. So werde in Kürze Qi Gong (sanfte Bewegungsübungen für Gesundheit und Wohlbefinden) hinzukommen. Besonders für Ältere sei der Sportverein wichtig, auch um Kontakte zu pflegen und nicht zu vereinsamen.
Metzing erinnerte im Rückblick an das 50-jährige Bestehen der Gymnastik-Abteilung und das 20-jährige der Volkstanzabteilung. Beides wurde bei einer gemeinsamen Veranstaltung gefeiert. Das Winterfest werde in diesem Jahr nicht wiederholt, weil die Resonanz zu gering war. Dafür werde wieder der Maibaum aufgestellt, und am Festplatz die Feier am Himmelfahrtstag gemeinsam mit dem Männergesangverein wiederholt. Weitere Veranstaltungen sind geplant und müssen noch abgesprochen werden.
Wie Geschäftsführer Ulrich Attermeyer schilderte, ist die Finanzlage des VfL intakt. Der Vorstand versucht, für die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr eine Rücklage zu bilden.
Bei den Berichten der Spartenleiter wurde deutlich, dass es im Nachwuchsbereich Lücken gibt. Im Fußball zum Beispiel konnten in den ältesten Jahrgängen keine Mannschaften gemeldet werden. „Nachwuchs“ fehlt auch bei der Volkstanzgruppe, die Verstärkung gut gebrauchen könnte.
Gold- Silber und Bronzenadeln wurden bei den Ehrungen an langjährige Mitglieder vergeben. Wer nicht anwesend sein konnte, bekam oder bekommt die Nadel privat überreicht.
50 Jahre Mitglied sind Theodor Heiligentag und Otto Henties.
35 Jahre sind im VfL: Regina Börner jun., Wilhelm Fricke, Anita Goedecke, Detlef Harms, Liesel Matthies, Dieter Meyer, Olav Meyer, Thorsten Metzing, Renate Rump, Henny Schridde und Jörg Stiller.
25 Jahre Mitglied sind: Christa Biemann, Frank Burgdorf, Steffen Dröse, Britta Goedeke, Edith Heimes, Jörg Heimes, Jürgen Heimes, Arne Heineke, Sönke Heineke, Gudrun Helwes, Oliver Kruse, René Laaf, Evelin Laaf, Ina Lieke-Rümenapf, Ulrike Näwig, Elke Näwig, Andrea Rech und Alexander Rump.

Peiner Allgemeine Zeitung vom 06.03.2004

Ohne Training und rote Karte

Ein nicht alltägliches Jubiläum feiert Günter Vahldiek heute. Er bestreitet für seinen Verein VfL Woltorf sein 1000. Spiel. In der 2. Kreisklasse trifft der Handballer mit seinen Mannschaftskameraden aus der dritten Mannschaft auf RW Schwicheldt.
„Vor dem Spiel werde ich mit meinen Mitspielern eine Bratwurst essen und ein Bier trinken“, sagt Vahldiek. Anschließend will der Außenspieler in seinem Jubiläumsspiel den Tag mit zwei gewonnenen Punkten krönen. Obwohl er Rechtshänder ist, spielte er in jüngster Vergangenheit immer auf der rechten Seite. „Manchmal bin ich selbst überrascht darüber, wie ich aus spitzem Winkel zu Torerfolgen komme“, sagt der 63-Jährige. Nicht nur als Torschütze von der Außenposition ist er eine Bank im Woltorfer Spiel. Regelmäßig übernimmt er die Verantwortung als Siebenmeter-Werfer – so wie es von einem Mannschaftsführer erwartet wird.
Seine Laufbahn begann Vahldiek 1955 in der Woltorfer Jugend. Damals wurde noch auf dem Großfeld gespielt. In den folgenden Jahren etablierte sich das Spiel auf dem Kleinfeld und in der Halle. „Auf dem Großfeld sind meine Würfe manchmal verhungert“, erinnert sich Vahldiek, der in seiner Handball-Laufbahn auf allen Positionen gespielt hat. „Sogar im Tor habe ich schon gestanden“, erinnert sich der Woltorfer, der seinem Verein über die ganzen Jahre treu geblieben ist. Die höchste Spielklasse, in der er aktiv war, ist die Kreisliga. Den Gewinn des Kreispokals 1975 bezeichnet er als seinen größten Erfolg. Ebenso hoch bewertet er das gemeinsame Zusammenspiel mit seinen Söhnen Holger und Martin.
Während er als Spieler seit Jahren große Ausdauer beweist, war sein Einsatz als Trainer der D-Jugend und als Schiedsrichter wesentlich kürzer. Dafür engagierte er sich 14 Jahre lang als Abteilungsleiter der Handballsparte. Noch länger war er als Kassenwart tätig. Nach 39-jähriger Tätigkeit beendete er sein Amt vor zwei Jahren.
Langweilig wird es ihm aber nicht. Schließlich ist er seit 1995 Ortsbürgermeister und in einigen Ausschüssen vertreten. Zusätzlich agiert er seit Jahren als Rechtswart im Handball-Kreisverband.
Sein zweites sportliches Hobby ist der Tischtennissport. Auch dort nimmt er noch immer an Punktspielen der vierten Herrenmannschaft in der 3. Kreisklasse teil. Sowohl Tischtennis wie auch Handball übt er seit Jahren ohne Training aus. „Wir treffen uns nur zu den Punktspielen“, sagt Vahldiek, der über mangelnde Kondition nicht klagt. „Es kommt öfters vor, dass ich 60 Minuten lang durchspiele“, sagt er. Besonders stolz ist er daruf, dass er noch nie eine rote Karte gesehen hat. Das ist aber nicht darauf zurückzuführen, dass im höheren Alter der Zweikampf nicht mehr bedingungslos gesucht wird. Vielmehr spielt Fairness für ihn eine wichtige Rolle im Sport.
An die Beendigung seiner Laufbahn denkt der 63-Jährige noch nicht. „So lange ich fit bin und meine Tore werfe, mache ich weiter“, sagt Vahldiek, der mit großem Interesse die Handball-Bundesliga und die Spiele der Nationalmannschaft beobachtet. Zu Länderspielen war er schon in Hannover, und auch bei Heimspielen des SC Magedeburg genoss er die besondere Atmosphäre der großen Handballwelt. 

Peiner Allgemeine Zeitung vom 24.04.2004

Der Calmund aus Woltorf

Es gibt viele Parallelen zwischen BERND MEYER und Reiner Calmund. Beide managen die Fußballsparte eines Vereins. Beide sind urgemütliche Typen. Und beide bringen 135 Kilogramm auf die Waage – jeder für sich natürlich. „Bernie“ besteht jedoch auf der Feststellung, dass Calmund kleiner ist als er.
Vergangene Saison gab es einen großen Unterschied zwischen den beiden fußballerischen Schwergewichten. Meyer konnte entspannt zusehen, wie der VfL Woltorf (dort ist er Fußball-Obmann) die Kreismeisterschaft errang, während Bayer Leverkusens Manager um den Klassenerhalt seiner Truppe zittern musste. Diese Saison ist es andersherum. Leverkusen wird zwar nicht Meister, aber Calmund ist relativ entspannt. Dafür muss der Woltorfer um den Klassenerhalt der 1. Herrenmannschaft zittern.
Die Meisterschaft und der Aufstieg des VfL in die Bezirksklasse waren neben dem Kreispokalsieg und der Stadtmeisterschaft im Jahr 2002 die größten Erfolge, die der Fußball-Obmann des VfL feiern konnte. Jedenfalls seit er dieses Amt im Jahr 2000 wieder übernommen hatte. Schon 1974 ist er Fußball-Obmann des VfL gewesen und bis in die achtziger Jahre geblieben.
Doch auch in den Jahren zwischen den Obmann-Tätigkeiten war er nicht untätig. Er gründete beim VfL die Ü40-Mannschaft, deren Betreuer er bis heute ist. Nächste Parallele zu Calmund: Mehrmals wurde diese Mannschaft Zweiter und verpasste die Meisterschaft. Doch das tat dem Teamgeist keinen Abbruch. Es wollen so viele mitkicken, dass Meyer für diese Saison erstmals zwei Ü40-Mannschaften gemeldet hat, damit alle spielen können.
Nicht nur für den Verein engagiert sich der Hausmeister der Kreissparkasse in der Freizeit. Seit 30 Jahren ist er Schiedsrichter, zur laufenden Rückrunde meldete er sich allerdings als aktiver Schiri ab – aus Zeit- und gesundheitlichen Gründen. Und auch wenn seine Frau Gisela stets sehr viel Verständnis für die Fußball-Begeisterung ihres Mannes hatte – seit die Enkel Pascal (8) und Sean (halbes Jahr) da sind, gibt es mehr familiäre Verpflichtungen.
Fraglich ist es, ob Calmund so viele Auszeichnungen hat, wie Meyer: Silberne Ehrennadeln vom NFV, vom VfL sowie von den Schiedsrichtervereinigungen des Kreises und Bezirks. Morgen wird noch manch lobendes Wort für die Seele der VfL-Fußballsparte dazukommen. Meyer feiert mit Familie und Freunden seinen 60. Geburtstag. Natürlich am Sportplatz.
Seine Wünsche: Dass die Woltorfer Bezirksklassenmannschaft nicht absteigt und auch die nächste Saison das Niveau hält oder steigert. Und noch einen Wunsch hat Meyer: „Den Calmund würde ich gern mal kennen lernen.“ 

Peiner Allgemeine Zeitung vom 15.05.2004

Andrea Eckardt Landesmeisterin

Andrea Eckardt vom VfL Woltorf ist in Neustadt Landesmeisterin im 5000m-Bahnlauf geworden. Nach 20:03,12min. war sie im Ziel. „Mit der Zeit bin ich zufrieden“, sagt die 41-Jährige, die zwar „etwas“ dafür trainiert hatte, ihr Laufprogramm aber nicht allzu sehr umgestellt hatte. Die Kreismeisterin über 3000m war erstmals auf Zeit über 5000m gestartet. Allzu sehr hat sie der Erfolg nicht überrascht. „Die Konkurrenz in der W40 ist nicht so groß wie in der W35.“ Zwei Vereinskollegen starteten in Hannover. Magarete Reichelt wurde im Halbmarathon 43. (Altersklasse) in 2:08,36std., Manfred Schütte ereichte im Marathon Platz 126 in 3:10,42std.

PAZ vom 11.01.2005

Die Turn-Mutter

Marianne Flöring

Der heutige Vereinsvorsitzende des VfL Woltorf war bei ihr als kleines Kind zum Turnen gegangen. Heute schickt er seine Kinder zu ihr in die Sporthalle. Das beschreibt am besten, was Marianne Flöring für den VfL Woltorf bedeutet. Sie ist seit 40 Jahren die „Turn-Mutter“ des Sportvereins.
Ihren Elan und ihr Engagement hat sie in all der Zeit nicht verloren. Als Übungsleiterin findet sie immer wieder den richtigen Ton und die richtigen Übungen, um das Turnen für die Kinder der Ortschaft zu einem gesunden Erlebnis zu machen. 1964 hatte sie das Kinderturnen übernommen, war von 1965 bis 1980 Spartenleiterin – mit einer kurzen Unterbrechung, in der sie das Amt der Schriftführerin im Verein übernahm. Seit 1980 ist sie Leiterin der Turnsparte und koordiniert die gesamte Abteilung. Sie organisierte Fahrten mit den Kindern, die jährliche Weihnachtsfeier und den Laternenumzug – wobei die Teilnehmerzahl durchaus dreistellig sein kann. Der Verein weiß, was er an ihr hat: Sie bekam bereits die bronzene, silberne und goldene Ehrennadel. Und sie hört immer wieder die Bitte: „Marianne, mach‘ noch ein paar Jahre weiter.“ 

Der Macher

Wolfgang Zierke

Im Jahr 1983 war Wolfgang Zierke von Hannover nach Woltorf gezogen. Im nächsten Jahr war der treffsichere Stürmer bereits Fußballobmann des VfL Woltorf. 1986 wurde er zugleich 2. Vorsitzender des Sportvereins, 1989 Vorsitzender. Das blieb er 10 Jahre.
In dieser Zeit hat er im Verein und im Ort viel bewegt und erreicht. Der Verein wuchs, der alte Sportplatz erfüllte nicht mehr die Anforderungen und es wurde ein neuer gebaut.
Im November 1996 wurde der Woltorfer als Beisitzer in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Sport in Peine gewählt, 1998 übernahm er den Vorsitz. In dieser Funktion initiierte oder begleitete er einige große Projekte, wobei die „Arge“ im Jahr 2003 „heiße“ Verhandlungen mit Verwaltung und Sportvereinen zur Umlegung der Betriebskosten der Landkreishallen auf die Sportvereine im Stadtbereich geführt hat.
Zierke ist nicht nur Sportfunktionär, sondern selbst aktiver Sportler: Beim VfL Woltorf schießt er in der Ü40 Tore, verhindert Tore als Handball-Keeper, spielt auch noch Tennis und fährt Ski. 

VfL Woltorf 07 e.V., Danziger Straße 4, 31224 Peine-Woltorf Telefon: 05171/988679 Fax: 05171/988676    www.vflwoltorf07.de